Pressegespräch Bank am Meierhof

am 2. Oktober um 16.30 Uhr

Bei trockenem Wetter traf sich Bürgermeister Michael Thater mit Vertretern der TelefonSeelsorge und einem Redakteur der örtlichen Zeitungen am Meierhof in Wehr, um die neu aufgestellte Bank öffentlich zu präsentieren. Die frisch gewählte erste Vorsitzende, Sabine Schimkat, war extra von Waldshut angereist, Birgit Volk mit ihrem Ehemann aus Lörrach. Aus kurzer Entfernung kamen Gabi und Karl-Wilhelm dazu.

Die Herbstfortbildung im Jahr 2023 hatte aus Sicht der Teilnehmenden als Höhepunkt sicherlich der Vortrag mit Diskussion von Frau Professor B. Hadinger. Sie hat auf ein Honorar verzichtet, bat aber darum, dass die TelefonSeelsorge zwei Bänke "gegen die Einsamkeit" stiftet. 
Bis es so weit war, gab es viel abzustimmen und abzuklären. Allerdings waren die Bänke erheblich teurer als vorhergesehen. Bürgermeister Thater in Wehr war bereit, eine Bank als Geschenk entgegen zu nehmen und die zweite Bank von der Stadt Wehr zu finanzieren und die Bänke vom Bauhof aufstellen zu lassen. 
Aber von den neuen Bänken und vom Zweck muss die Öfffentlichkeit erfahren, damit sie auch wahrgenommen werden. Deshalb hat die Stadt Wehr zu einem Pressegespräch einladen.
Bürgermeister Thater hat sich gewünscht, dass das Pressegespräch bei der Bank in der Wohngegend "Meierhof" stattfindet. Dort gab es bislang keine Bank, um eine kleine Pause zu machen. Etwas weiter oberhalb am Waldrand gibt es zwei Bänke, für manche ältere Menschen ist das aber etwas beschwerlich und für einen Austausch (gegen die Einsamkeit) untauglich.
Es war ein gutes Gespräch. Zu Beginn erläuterte Karl-Wilhelm Frommeyer die Entstehungsgeschichte. Bürgermeister Thater machte deutlich, dass das Geschenk einer Bank nicht in jedem Fall willkommen ist, wenn die Bedingungen des Schenkenden keine Rücksicht auf die Abläufe in der Stadtverwaltung nehmen. Die Abstimmung mit TelefonSeelsorge sei sehr konstruktiv gewesen. Und die Leistungen der TelefonSeelsorge seinen bekannt. Aus den Erfahrungen der betroffenen Stellen in der Stadtverwaltung könne er sagen, dass die Hilfe der TelefonSeelsorge auch lebensrettend sei.
Leider konnte Frau Hadinger an dem Gespsräch krankheitsbedingt nicht teilnehmen. Frau Dr. Birgit Volk, Supervisorin und Verantwortliche für die Fortbildungen der TelefonSeelsorge, verlas eine schriftliche Botschaft von Frau Hadinger. Gerichtet an die Aktiven im Telefondienst schrieb sie unter anderem:
"Aber Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen von der Telefonseelsorge, Sie stellen SINN-BÄNKE auf. Sie laden zum Gespräch ein. Sie sagen, weil Sie es so meinen, mehrmals am Tag: "Ich verstehe Sie!". Und dann öffnen sich die Herzen. Dann kann man klagen. Und eines Tages öffnen sich, vielleicht, auch die Türen für gute Lösungen. Und gute Lösungen hinterlassen keine Verlierer. Was im Augenblick die Verantwortlichen für die "große Welt" nicht schaffen, das tun Sie. Tag für Tag. Und oft in der Nacht. Sie hören zu - und belehren nicht. Sie haben Respekt - und beschämen nicht. Sie schenken Vertrauen."
Die Bänke sind solide gebaut, mit einem gußeisernen Gestell und naturbelassenem Douglasienholz. Die Sitzprobe ergab, dass man gut darauf sitzen kann.