Einblick in die TelefonSeelsorge - Von innen gesehen
Was habe ich von meiner Tätigkeit als TSler?
Ausbildung
Grundlagen der Kommunikation werden gezeigt und geübt. Dabei lerne ich mich selbst kennen und die Art, wie ich reagiere. Diese 1 jährige Ausbildung ist generell hilfreich bei der Bewältigung von zwischenmenschlichen Konflikten.
Vielfalt des Menschseins kennenlernen
Jeder lebt in einem bestimmten sozialen Umfeld. In der TS mache ich Erfahrungen mit Menschen, die aus einem ganz anderen sozialen Milieu stammen. In meinem Fall sind das Obdachlose oder Suchtkranke. So wird mein Horizont erweitert und mein Verständnis für diese Mitmenschen wächst.
Ständiges Lernen
Die Anrufer in der TelefonSeelsorge sind so verschieden, dass ich immer dazulernen kann. Nach einem Jahr Telefondienst habe ich mich zum Beispiel in das Thema Trauer und Narzissmus eingelesen und auch Bereiche wie psychische Erkrankungen sind mir jetzt wesentlich bekannter. Sehr wichtig ist dabei die Supervision, bei der Gespräche behandelt werden, die einem nahe gegangen sind.
Intellektuelle Herausforderung
Häufig weiß sich nicht sofort, was der Anrufer eigentlich will. Diese Klärung erfordert genaues Zuhören. Wenn ich erkannt habe, worum es geht, kommt die nächste Hürde. Nur der Anrufer kann sein Problem lösen. Durch geschickte Fragen muss ich den Anrufer dahin bringen, dass er seine Lösung sieht, und ihn dann motivieren, das Erkannte umzusetzen.
Übung in Gelassenheit und Empathie
Es gibt Fälle, da geht es nicht um Aktion, sondern um Aushalten. Da ist mein Da-Sein und mein Mittragen gefragt.
Erfahrung des Helfenkönnens
Das ist hier zwar der letzte Punkt, aber derjenige, der sofortige Zufriedenheit und ein Gefühl der sinnvollen Arbeit bringt. Nur so ist zu erklären, warum so viele so lange dabeibleiben.
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